»Familie bewegt!«

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„Leiten+Bewegen": Der Gottesmutter beim Arbeiten zuschauen

Karoline & Bastian Etzold. Am Wochenende um den 12. September endete der Kurs „Leiten+Bewegen“ der Schönstatt-Familienbewegung. Hinter den 13 Paaren liegt ein Jahr voller Begegnung, Wachstum und gemeinsamer Vertiefung in die Bewegungsarbeit Pater Josef Kentenichs. Der Kurs richtete sich an Ehepaare, die sich bereits in Projekte, Zentren oder Gemeinschaften einbringen oder dies künftig tun möchten. „Leiten+Bewegen“ regte dazu an, das Verständnis für dynamische Bewegung nach Pater Kentenich zu vertiefen, sie aktiv mitzugestalten und die eigenen Wurzeln im Liebesbündnis noch fester zu verankern. Der Ausspruch „Der Gottesmutter beim Arbeiten zuschauen“ begleitete die Ehepaare wie ein roter Faden.

Vielfalt und Verbundenheit als Geschenk

Die Gruppe war so vielfältig wie die Schönstatt-Bewegung selbst. Von frisch vermählt, über Paare mit Kleinkindern, Teenagern oder erwachsenen Kindern und kurz vor der Rente stehend, sowie aus der Familienbewegung, dem Familienbund und dem Familienverband. Die unterschiedlichen Lebenserfahrungen, gelungenen Formen der Bewegungs- und Gliederungsarbeit, aber auch geteilte Sorgen und Herausforderungen schufen eine besonders enge Gemeinschaft.

Inspirierende Impulse

Ehepaare aus Österreich, unter anderem Hertha und Martina Schiffl, Ingeborg und Richard Sickinger und Deutschland, darunter Andrea und Dieter Gerber, Gertrud und Norbert Jehle, Manuela und Peter Miller zählten zu den Referenten des Kurses. Daneben setzten die Marienschwestern Maria Gertraud Evanzin und Maria Doria Schlickmann und die Schönstatt-Patres Raúl Espina Brisso, Felix Geyer und Ludwig Güthlein Impulse und Akzente für die Ehepaare.

In sechs teilweise verlängerten Wochenenden gaben sie hervorragende, inspirierende und tief berührende Impulse zur Bewegungsarbeit Pater Kentenichs. Die Teilnehmer durften schon während des Kurses der Gottesmutter beim Arbeiten zuschauen, und gleichzeitig den eigenen Blick für das Wirken des Himmels bei ihrer Bewegungsarbeit schärfen.

Ein geschenktes Wochenende

Ganz bewusst legte die MTA den Abschluss auf das Fest Mariä Namen. Die Terminfindung gestaltete sich zunächst als Herausforderung und alle Terminoptionen der Organisatoren schlugen fehl. Doch nach mehreren Abfragen einigte man sich auf das Wochenende vom 11. bis 13. September: ein Wochenende in Schönstatt, geprägt von tiefgehender Erneuerung des Liebesbündnisses im Urheiligtum. Am Abend durfte der Kurs ganz für sich mit der MTA sein, Dank für das Erlebte und das Wachstum aussprechen und eigene Liebesbitten und Liebesgeschenke bringen. Bereichert wurde die Feier durch ein Zeugnis über 25 Jahre Leben im Liebesbündnis als Ehepaar, das anschließend gebührend gefeiert wurde.

Gestärkt in die Zukunft

Die Teilnehmer blicken gestärkt und voller Freude auf die nächste Etappe in der Bewegungsarbeit und freuen sich darauf, untereinander in Kontakt zu bleiben.

Das Familienfestival 2027 will das WIR stärken!

Manuela & Peter Miller. Schon im Mai 2026 wurde mit dem Auftakttreffen der Startschuss für das 4. Familienfestival gegeben. Bei dem Online-Treffen wurde fleißig gesammelt, was sich Ehepaare und Familien für das Familienfestival an Pfingsten 2027 wünschen.

Aus all diesen Rückmeldungen wurde das Motto „Das WIR stärkt!“ formuliert.

Am 9. Sept. 2026 traf sich das Kernteam des Familienfestivals, bestehend aus Miriam & Markus Steffen, Kerstin & Thomas Müller, Manuela & Peter Miller, Sr. M. Anastasia Brand und P. Ludwig Güthlein, in Schönstatt, um die Veranstaltung für Pfingsten im Folgejahr vorzubereiten. Einige Punkte für Programm und Thema wurden bereits entschieden, doch gab es noch einiges weiterzuentwickeln. Dass die Ehepaare und Familien beim Familienfestival Stärkung brauchen und diese auch erleben sollen, darüber war sich das Team schon lange klar. Was ist heute dran? Wie finden Paare ihre Family-Vision? Wie finden sie Halt in ihrer oft durch Druck und Verunsicherung geprägten Wirklichkeit?

Dazu fand das Team einige Impuls-Vorschläge, Austauschmöglichkeiten und Begegnungsmomente im WIR-Café, Familien-Aktionen, Möglichkeiten, wie neu Halt, Leichtigkeit, Mut und Freude erlebt werden kann. Der Treffpunkt rund um das Urheiligtum – den Mittelpunkt und Wallfahrtsort in Schönstatt – soll zum Erlebnisraum werden. Wir sind nicht allein! Diese Erfahrung stärkt und befähigt die Familien, auch anderen Stärkung zu geben, Kirche und Gesellschaft mitzugestalten.

Schon zum vierten Mal sind beim Familienfestival Ehepaare und Familien aller Generationen eingeladen, sowie Paare, die sich auf dem Weg der Ehe befinden und Verwitwete. Alle brauchen Bestärkung – und am besten ist das in Gemeinschaft erlebbar! Denn: DAS WIR STÄRKT!

Infos:

Mal nur wir. Ein Familienurlaub mit dem PLUS in Memhölz

Judith & Christoph Klein. Den Alltag mal zu Hause lassen, zur Ruhe kommen und sich Zeit für das Wesentliche nehmen: Acht Familien waren vom 22. bis 28. August 2026 im Schönstattzentrum Memhölz dabei bei einem Familienurlaub der besonderen Art.

„Rucksack zu, Herzen auf!“ Auf dieses Motto ließen sich die Familien gerne ein, ebenso das Begleitteam, bestehend aus Manuela und Peter Miller, Judith und Christoph Klein, Sr. M. Gertraud, Sr. María Elína und P. Ludwig Güthlein: Aus den vollgepackten Autos wurden schwere Koffer und Taschen in die Zimmer geschleppt und zugleich ein Stückchen Alltag zurückgelassen. Das Schönstattzentrum in Memhölz mit seiner wunderschönen Lage, dem fast ausnahmslos tollen Wetter und dem unschlagbar leckeren Essen sorgte wie von selbst für Urlaubsstimmung. Diese war gefühlt auch dringend nötig, denn der ganz normale Alltag stellt für die jungen Familien mit insgesamt 21 Kindern im Alter von 0 – 13 Jahren nicht selten ein Spagat dar: Zwischen Care-Arbeit, Berufstätigkeit und vollen Terminen spürten alle die Sehnsucht nach wertvoller Familienzeit und echter Zeit zu zweit. Wie gut kann da der FamilienurlaubPLUS tun, der voller Angebote steckt, die man als Familie wahrnehmen kann. Oder eben auch nicht. Wichtig ist, was für die einzelne Familie gerade oben ansteht.


Miteinander wachsen und Kraftquellen entdecken


So gab es vormittags Impulse für das Ehe- und Familienleben. Bei der „Zeit für uns zwei“ hatten die Paare dann Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen, die Beziehung zu stärken, neue Kraftquellen zu entdecken und weiter zu wachsen. Die Kinder spielten währenddessen mit der Kinderbetreuung im hauseigenen Kindergarten, tobten in der Turnhalle oder waren in den Gruppenräumen kreativ – stolz wurden die selbst hergestellten Basteleien den Eltern präsentiert.


Die Nachmittage standen zur freien Verfügung, die die Familien gerne für Ausflüge im schönen Allgäu nutzten. So trauten sich einige in den Niedersonthofener See, sprangen im Bergbauernmuseum in den Heuboden oder erkundeten auf ihre Weise die Umgebung.


Abends gab es kleine Austauschrunden zu den Vormittagsimpulsen und die sog. „Ofenbank“, ein kleines Abendgebets-Ritual für Paare. Nicht selten endeten die Abende in geselliger Runde.


„Es ist so wertvoll, gemeinsam auf dem Weg zu sein.“


An einem Nachmittag wanderte die gesamte Gruppe in Rettenberg einen kleinen Rundweg und genoss dabei einen tollen Spielplatz am Bach. Highlight des Tages war hier sicherlich der Outdoor-Gottesdienst am Waldrand, mit Picknickdecken auf dem weichen Waldboden und dem tiefen Gefühl, sich schon viel länger als vier Tage zu kennen. Denn in der Tat durfte die Gruppe sehr schnell und sehr tief zueinander finden.
Wie war es damals, als wir festgestellt hatten, dass wir zwei füreinander bestimmt sind?

Gerade beim Erzählen wurden nochmal neu die Kostbarkeiten der eigenen Beziehung mit dem „Goldgräber-Blick“ ausgegraben und zugleich beschenkte sich die Gruppe gegenseitig mit ihren Geschichten. „Wie geht es euch im Sonntagsgottesdienst mit den
Kindern?“ – im Austausch über ganz konkreten Alltagssituationen lernten die Familien voneinander und teilten Glauben und Leben.


Oh wie schön…


… ist Panama! Der kleine Bär und der kleine Tiger machten sich sofort auf in das Land ihrer Träume, nachdem sie eine herrlich nach Bananen duftende Kiste gefunden hatten. Bei den gemeinsamen Kindermorgengebeten begleitete die Gruppe die beiden und
stellte am Ende fest, dass man manchmal aufbrechen und die Sichtweise auf das Liebgewonnene ändern muss, um wirklich zu Hause anzukommen. So fragten sich die Familien am Ende des Familienurlaubs: Was ist unser gemütliches Sofa aus Plüsch, das wir mitnehmen? Was ist uns wertvoll geworden und möchten wir vielleicht mit zurück in unseren Alltag nehmen? Es waren viele schmackhafte Erkenntnisse: Dass es gut tut, miteinander im Gespräch zu sein, dass sich Familien gegenseitig stärken können, dass
wir mit Maria eine starke Bündnispartnerin haben und dass der Glaube trägt.


Oh wie schön ist FamilienurlaubPLUS!

"Wir im Liebesbündnis": Was das Treffen der Familien in Münster besonders machte

Marigrete und Ansgar Imwalle. „Wir im Liebesbündnis“ war die Überschrift der Einladung, der Paare aus vier Generationen mit 16 Kindern gefolgt sind. Am Sonntag, 23. August 2026, haben sie sich im Haus Mariengrund in Münster zu einem Tag voll von Begegnung, Heiligtumszeit und der Erneuerung des Liebesbündnisses getroffen.

Mit einem Cocktail-Empfang starteten die Erwachsenen und alle Kinder in den gemeinsamen Tag, an dem das Liebesbündnis im Mittelpunkt stand. An jedem Cocktail befanden sich Zitate von Pater Kentenich, allerdings nur eine Hälfte davon, sodass alle den zweiten Teil suchen sollten. Eine gute Gelegenheit, schon mal in einen ersten Austausch mit dem Zitatpartner zu kommen.

Mit einem Zeitstrahl stellten sich dann die Paare vor und erzählten von einem prägenden Moment mit Schönstatt: „Da brannte unser Herz.“ Schnell stellten sich bei allen Teilnehmern Ähnlichkeiten heraus. Oft begann der Weg mit Schönstatt mit einem Ehevorbereitungskurs oder der Begegnung im FamilienurlaubPlus auf Langeoog, auch wenn die Jahreszahlen der Paare von 1970 bis 2026 reichten.

Thematisch ging es weiter mit den fünf Grundvollzügen des Liebesbündnisses von Bewegungsleiter Pater Felix Geyer ISch, allerdings im Licht des Paares.

Wir glauben

  • an unser Ehe-Ideal,
  • dass wir wachsen können
  • dass Gott in unserem Leben wirkt
  • dass unser Beitrag zählt.
  • an euer Charisma.

Nach dem Mittagessen gab es verschiedene Angebote in der Flaniermeile: Informationen zur Versetzung des Heiligtums der Familien, eine Heiligtumszeit, eine Ideenschmiede und eine Gesprächsecke. Die heilige Messe wurde vor dem Vaterheiligtum gefeiert. Ein besonderes Erlebnis war das Liebesbündnis eines Ehepaares und die gemeinsame Liebesbündniserneuerung.

"Open end“ hieß es anschließend auf der Wiese hinter dem Haus. Mit viel Platz zum Laufen für die Kinder, einem Besuch bei den Eseln und damit noch einmal Raum zum Gespräch, für Verabredungen und Austausch von Handynummern, wurde der Tag abgeschlossen.

Lange schon gab es kein Treffen mehr, bei dem sich die Generationen treffen konnten und bei dem es viel Zeit zur Begegnung gab. So waren sich am Ende des Tages alle einig, dass so ein Treffen auf jeden Fall wieder stattfinden soll und muss.

Sommerferientagung 2026 mit Tiefgang auf der Liebfrauenhöhe

Mirjam Bosch. „Als Familie auf hoher See – dem Wind trauen, im Sturm glauben“ – unter diesem Motto machten sich elf Familien zusammen auf, um gemeinsam eine Woche voller Begegnung, Spaß und Tiefgang zu erleben. Die „FamilienFERIENtagung“ fand vom 15. bis 21. August 2026 auf der Liebfrauenhöhe statt (Bistum Rottenburg-Stuttgart) und wurde von den Familien Gerner und Kutscher, Schwester M. Vernita Weiß und Pater Thomas Flur organisiert.

Eine Verschnaufpause vom Alltag – darauf freuten sich die Familien. Aber nicht nur darauf. Sich wieder Zeit füreinander zu nehmen, als Paar und als Familie, und sich neu auf das Wesentliche auszurichten. Etwas, das im Alltagsstress gerne mal hinten angestellt wird. Hierfür gab es auf der Tagung Zeit und Raum.

Input für die Ehepaare mit viel Zeit füreinander

Die einzelnen Tage hatten eine ähnliche Struktur. Nach dem Frühstück folgte das Morgenlob, an dem alle Teilnehmer gemeinsam zusammenkamen. Es wurde gesungen und anhand eines lustigen Anspiels das Wochenthema erarbeitet. Beides sorgte für Heiterkeit und Tiefgang. Zentrale Fragen waren: „Was gibt uns Halt, wenn stürmische Zeiten in unser Familienleben kommen?“, „Was gibt uns Orientierung, wenn das Schiff zu kippen droht?“ oder „Wer ist uns in unserem Familienleben Anker, Kompass, Leuchtturm?“ Diese Bilder halfen, sich dem Thema zu nähern.

Danach ging es für die Kinder in die Kinderbetreuung, während die Erwachsenen parallel spannende Vorträge mit anschließender Ehezeit hatten. Vor dem gemeinsamen Mittagessen bestand für die Ehepaare die Möglichkeit, an einer Messe im Kapellchen teilzunehmen. Es war schön zu sehen, wie die Kinder glücklich und voller Stolz mit neu Gebasteltem aus der Betreuung kamen oder ihren Eltern von ihren Erlebnissen des Morgens erzählten. Das Angebot war vielfältig und reichte vom Besuch des Bauernhofs über Spielangebote hin zum Nähen mit der Nähmaschine und sorgte für Begeisterung. Der unermüdliche Einsatz der Kinderbetreuer während der gesamten Woche wurde von den Eltern immer wieder gelobt. Sie waren dankbar dafür, wie individuell auf die Belange ihrer Kinder eingegangen wurde.

Unverplante Familienzeit

An den Nachmittagen kam der Familienspaß nicht zu kurz. So gab es etwa eine organisierte Wasserrallye, die traditionellen Eltern-Kind-Fußballspiele und einen Ausflug nach Tübingen zum Stocherkahnfahren bei bestem Wetter. Auch ein Bastelangebot für die ganze Familie war eine willkommene Abwechslung. Jeder Nachmittag hatte aber auch noch viel freie, unverplante Zeit, was viele Familien schätzten. Die Kinder wuchsen im Freispiel zu einer tollen Gruppe zusammen, die Großen integrierten auch immer wieder toll die Kleineren. Für die Erwachsenen entstanden gute Gespräche, in denen man sich oft auch über die Inhalte der Vormittagsimpulse austauschte.

Lebenszeugnis und konkrete Tipps für eine gelingende Ehe

Viele bewegte unter anderem die Geschichte des Ehepaars Anja und Heinz Haag, das an einem Vormittag zu Gast war. Sie berichteten von Heinz Haags schwerem Unfall, der das ganze Leben der Familie auf einen Schlag radikal veränderte. Tief beeindruckend war, wie das Ehepaar durch seine tiefe Verwurzelung im Glauben immer wieder neue Kraft fand und auch Heilung erfuhr, die von den Ärzten als nahezu unmöglich eingestuft wurde.

Spannend war es auch, sich mit anderen Paaren darüber auszutauschen, was sie für Ressourcen und Visionen in ihrer Ehe sahen. Denn morgens hatte man in den Vorträgen gehört, wie wichtig es für das Bestehen der Ehe sei, Verbindendes zu haben: „Es muss nicht viel sein, aber es muss stark sein und zusammenhalten“, so Schwester Vernita Weiß in einem Vortrag. Seinen Partner immer wieder neu verstehen zu wollen, sei ebenfalls essenziell für ein gutes Miteinander, wie das Ehepaar Gerner in einem anderen Vortrag herausarbeitete.

Kinderabendgebete und Logbuchtime für die Ehepaare

Auch die Abende blieben in sehr guter Erinnerung. Nach dem Abendessen gab es ein gemeinsames Abendgebet für alle im Kapellchen, worauf besonders die Kinder sich schon freuten. Der Blick wurde darauf gelegt, wofür sie heute dankbar sind. Später am Abend kamen die Paare nochmals zusammen, um für sich selbst und als Paar zur Ruhe zu kommen und den Tag zu reflektieren. Wer wollte, konnte in geselliger Runde mit einem Kaltgetränk den Abend zusammen ausklingen lassen.

Nichts ohne dich – nichts ohne uns

Diese vielen kleinen Momente am Tag für echten Austausch schweißten die Paare sichtbar neu zusammen. Ganz besonders stärkte die Ehebund-Erneuerung mit anschließender Party am vorletzten Abend die Ehe aufs Neue. Der bunte Abend am letzten Abend war ebenfalls ein Höhepunkt. In gelöster Stimmung gab es lustige Gruppenspiele, es wurde viel gelacht und viele wären auch am nächsten Tag gerne noch länger auf der Liebfrauenhöhe geblieben. Aber dann hieß es packen und auf Wiedersehen sagen, im Koffer mit dabei viele schöne Momente und neue Impulse. Was in der Woche immer wieder durchkam:

  • Auf hoher See den Blick auf Jesus und Maria zu halten, ist, worum es geht.
  • Der gewachsene Glaube ist es, der uns Halt geben kann.
  • Es geht um eine Mischung aus selbst rudern und das Segel aufzuspannen und sich vom Wind treiben zu lassen. Dem eigenen Tun einerseits, aber auch darum, Gott Spielraum zu lassen. „Mitwirken“ – nichts ohne dich, nichts ohne uns.

Warum es "Leinen los" bei der Tagung des Familienverbands im Haus der Familie hieß

Paula Kammann Inda und Manfred Kammann. „Dem Wind trauen – im Sturm glauben: in Einheit mit Christus und der Gottesmutter voll Leidenschaft und Wagemut“: Damit war die Tagung der deutschsprachigen Regio des Schönstatt-Familienverbands im Haus der Familie auf Berg Nazareth überschrieben. Warum das Ehepaar Regina und Richard Schmucker die Gäste zu einem Segeltörn eingeladen hat:

„Leinen los!“, sagten wir jeden Morgen, wenn wir uns als Ehepaar nach einem lebendigen und inspirierenden Impuls unseres geistlichen Assistenten, Pater Pablo Mullin, in unserem ehelichen Gespräch stärkten. Pater Raúl Espina hatte in seinem Impuls zum Thema Geistpflege die Thematik grundgelegt und uns auf besondere Weise neu beseelt und für das Thema entflammt.

Jeden Abend beim Ankerauswerfen legten wir unsere Segelfahrt auf den Altar und ließen die Erlebnisse des Tages auf uns wirken. Am ersten Abend näherten wir uns dem Hafen der Anbetungskirche, kamen unserem Gründer nahe und erlebten um ihn herum einen besonders tiefen Moment der Gemeinschaft. Als besondere Momente während unseres Segeltörns empfanden wir die von Frau Dr. Alicja Kostka geleiteten Gespräche im Geist, in denen wir uns thematisch mit unserem Berg Nazareth, der Versetzung des Heiligtums der Familien und unserer Sendung befassten.

Bei den Marienschwestern an Land gehen

Nach einigen Tagen auf hoher See näherten wir uns schließlich dem Hafen der Marienschwestern. Im Rahmen eines Landgangs besuchten wir die Jubiläumsausstellung und nahmen bei einer lebendig gehaltenen Führung von Sr. Veronika Riechel die Geschichte der Schwestern in uns auf. Eine 100-jährige Geschichte, geprägt von Gotteshingabe und Liebe zur Sendung, wodurch die gesamte Schönstatt-Bewegung weltweit wachsen und sich verbreiten konnte.

Ewigkontraktweihe als Höhepunkt des Segeltörns

Das Fest der Ewigkontraktweihe stellte einen der Höhepunkte unseres Segeltörns dar. Anschließend wurde bis in den späten Abend hinein ausgiebig gefeiert und getanzt. Adolf und Michael Defrancesco, Autoren des Buches „Vorsehungsglaube“ luden uns am „Tiroler Abend“ ein, das Leben von Franz Reinisch mit tieferem Blick zu betrachten und zu erkennen, wie uns seine heldenhafte Entscheidung dazu anspornt, unser Leben im Glauben an die göttliche Vorsehung zu vertiefen.

Am Ende dieser Woche war es an der Zeit, in den Zielhafen einzulaufen. Mit einem Besuch im Heiligtum der Familien verankerten wir uns im Netz der Hausheiligtümer bei der Gottesmutter der Familien.
In einer Schlussrunde waren wir eingeladen, eine Flaschenpost zu schreiben, die, wenn sie ins Meer geworfen würde, uns hilft, neu gestärkt durch unseren Alltag zu navigieren, geleitet von der Gottesmutter in unseren Hausheiligtümern und dem Heiligen Geist, der uns erfüllt.
Auf Wiedersehen! Ahoi!

 

Quelle: www.schoenstatt.de

Mutima - beherzt ins Leben: Bundesweihe im Josef-Kentenich-Hof Hillscheid

Tobias Hofmann. Zehn Familien gehören seit Donnerstag, 13. August, dem Schönstatt-Familienbund an. Die Bundesweihe des 33. Kurses fand auf dem Josef-Kentenich-Hof in Hillscheid statt. Dabei haben die Familien auch ihr Kursideal vorgestellt: „Mutima – beherzt ins Leben“.

Nach fünf Jahren der gemeinsamen Zeit in der Kandidatur war es am Donnerstag, 13. August, soweit. Bei hochsommerlichen Temperaturen fand die Erste Bundesweihe des 33. Kurses statt. Diana und Lukas Schreiber bestätigten als Leitungsehepaar des Schönstatt-Familienbundes die Bundesweihe und freuten sich sichtlich über den Zuwachs im Familienbund. Etwa 100 Gäste waren vor Ort am Schönstatt-Zentrum, um zusammen mit dem Kurs dieses freudige Ereignis zu feiern. Zahlreiche Personen waren zudem über das Gebet und einen Livestream mit dem Geschehen geistlich und technisch verbunden. Die Kurssprecherfamilie Katharina und Johannes Demuth begrüßte sympathisch herzlich die Gäste und setzte damit einen ersten bewegenden Akzent, als sie das Ideal des Kurses „Mutima – beherzt ins Leben“ vorstellten.

Spätestens da war allen klar: Dieser 33. Kurs, der „Mutima“-Kurs, und darin jede Familie sind etwas ganz Besonderes. Die verbindende Internationalität, wenn da Menschen aus Polen und Burundi, Personen aus der Schweiz, Deutschland und mit kroatischen Wurzeln in einem Kurs zusammenkommen, ist nur ein Beleg für diese Einmaligkeit. Es ist ein Kurs, der mit Familien aus Baden, Schwaben, Bayern und der Schweiz in sich lebendiger Ausdruck für kulturelle Vielfalt und Internationalität ist.

Gottesdienst mit Trommel-Crew und Bundesweihe

Der stimmungsvolle Gottesdienst, der auf dem Heiligtumsvorplatz stattfand, bestach unter anderem durch seine musikalische Instrumentenvielfalt und Weite. Obligatorisch für Kurs 33 ist dabei primär die vielfältige Trommler-Crew um Boris Nzeyimana zu erwähnen. Höhepunkte waren das Ablegen der Bundesweihe im Kapellchen und das Singen des kurseigenen „Mutima“-Liedes.

Dass man sich aufs Feiern verstand, zeigte sich aber nicht nur im Rahmen des Gottesdienstes. Die Kinder des Kurses überraschten die Eltern mit einer Riesen-Challenge, bei der sie – nach einer Woche der Vorbereitung und Geheimniskrämerei – die vergangenen fünf Jahre in Form eines Theaterstücks Revue passieren ließen. Anschließend wurde das sogenannte Forum zur Buffettheke und die Familien konnten das Abendessen in Saal und Innenhof genießen, bevor zahlreiche Gratulanten zu einem nicht enden wollenden Segens-, Geschenke- und Gratulationsreigen ansetzten. Dabei waren Freude und Dankbarkeit die Grundhaltung – aber auch die Erwartungen an den „Mutima-Kurs“, Zukunft von Familienbund und Schönstatt-Bewegung mitzuprägen. Zu den Gratulanten zählten unter anderem Leitungen und einige Mitglieder der verschiedenen Diözesangemeinschaften, die Bundesleitung des Familienbundes, Bewegungsleiter Pater Felix Geyer, andere Kurse des Familienbundes und auch Manuela und Peter Miller als Leitungsehepaar der Familienbewegung – um nur einige zu nennen.

Ein Videoclip, bestehend aus Kinderzitaten, lockerte die Atmosphäre

Die Beiträge der Kinderbetreuer, die Kinderzitate der letzten fünf Jahre in Form eines Videoclips nachstellten, ein humorvoll sympathischer Beitrag der Begleitfamilie um Christine und Erwin Hinterberger, sowie die kurseigenen Kurzeinlagen waren abschließende Höhepunkte. Danach wurde die laue Sommernacht voll ausgenutzt, um zu feiern. Zu feiern, bis tief in die Nacht: mit Bowle, Candybar und Torte, Tischtennisrundlauf, Wein und Tanz, guten Gesprächen und tiefen Begegnungen.

„Mutima – beherzt ins Leben“

Das Kursideal, also der von Gott geschenkte Name des Kurses, lautet „Mutima – beherzt ins Leben“.
Mutima ist ein kirundischer Ausdruck für Herz und Seele, der auch Mut und Leidenschaft ausdrückt und Teil der kirundischen Bezeichnung für den Heiligen Geist ist.

Im Wort steckt neben dem direkten Bezug zum Heiligen Geist zudem das Wort Mut (Mut im Alltag) sowie die Gottesmutter (MuTimA). Die dazugehörige Bildmarke – ein in einem Schwung gezeichnetes, dynamisches Herz – führt direkt hinaus ins Leben – „beherzt ins Leben“. Damit sind kraftvoll die konkrete Aufgabe und ein hoher Anspruch benannt, die es immer wieder gilt anzugehen. In seiner Predigt ging der geistliche Assistent, Pater Ludwig Güthlein, spürbar angetan und selbst inspiriert von diesem Kursideal, auf einige Aspekte ein. Unter anderem brachte er die These ein, dass dieses Ideal deutlich über den Kurs hinaus von zukunftsweisender Bedeutung sei, und lud dazu ein, der Frage nachzugehen: Was bedeutet dieses Ideal – auch über den 33. Kurs hinaus – für die Gemeinschaft des Familienbundes und letztlich für die gesamte Schönstatt-Bewegung?

 

Quelle: www.schoenstatt.de

UrlaubPlus auf Langeoog: „Darf's ein bisschen Me(h)er sein?"

Marigrete und Ansgar Imwalle. Wenn sich Paare mit und ohne Kinder auf eine Woche Sand an den Füßen, Wind um die Ohren und Erfahrungen zum Ehe- und Familienleben freuen, dann kann es sich nur um den UrlaubPlus auf Langeoog handeln. Zum fünften Mal hat die Familienbewegung Münster auf die Insel eingeladen. Zehn Familien mit 21 Kindern haben die Zeit vom 23. bis 29. Juli 2026 auf dem Eiland verbracht, um Leib, Seele und Ehe zu stärken.

Inselzeit für die Ehe

Bereits die Überfahrt nach Langeoog entschleunigte den Alltag, bevor die Inselbahn die Gäste in die Ortsmitte der autofreien Insel brachte. Von dort sind es nur einige hundert Meter bis zum Haus Meedland, dem Gästehaus der Bremischen Evangelischen Landeskirche, wo die Familien in großräumigen, komfortablen Zimmern ihr Quartier bezogen.

An den Vormittagen der folgenden Tage hörten die Paare dann kleine Impulsvorträge zu Themen rund um Partnerschaft, Ehe und Familie, Mann und Frau, Erziehung und Lebensgestaltung. Lioba und Christoph Ewers, Schwester M. Anastasia Brand, Pater Werner M. Kuller sowie Marigrete und Ansgar Imwalle sprachen über die Erfahrungen, hinaus aufs Meer der ersten Liebe zu fahren, über den „Fischer un sin Frau“, die als Mann und Frau so ganz verschieden sind, oder über den Heimathafen, den jeder benötigt und den wir Schönstätter im Liebesbündnis gefunden haben.

Jedes Paar hatte anschließend die Gelegenheit, miteinander über die Aspekte zu sprechen, die ihnen beiden wichtig erscheinen. Da die Essenszeiten flexibel und die Kinder am Vormittag in der Betreuung gut versorgt waren, um den Sandkasten zu bevölkern, einen Ausflug zum Strand zu machen oder den Enten nachzujagen, gehörte der Vormittag ganz den Paaren.

Zeit für Erholung und Begegnung

Der Nachmittag gehörte ganz den Familien, um die Insel zu Fuß oder mit dem Rad zu erkunden, am endlosen Strand die Decke auszubreiten und in der Nordsee zu baden oder einfach das nächste Café in der Einkaufszone zu besetzen und den Tag kommen zu lassen. Wenn am Abend die Kinder zu Bett gebracht oder versorgt waren, trafen sich die Paare, um den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen. Hier war Platz, um seine eigenen Erfahrungen auszutauschen und den Tag gemeinsam zu beschließen. Am letzten Abend nutzten die Paare in der Messe die Gelegenheit, ihren Ehebund zu erneuern oder sogar das Liebesbündnis zu schließen, bevor der Tag und die gemeinsame Woche mit einem Grillfest abgeschlossen wurden.

Was guttut und weiterträgt: Lebens- und Glaubenszeugnisse von Familien

„Zeit für uns zwei“ war eine der häufigsten Rückmeldungen in der Abschlussrunde, aber auch die Freude über die „grandiose Kinderbetreuung“ und die „starken Vorträge mit den persönlichen Beispielen“. Es sind vorwiegend die Lebenszeugnisse und die Gemeinschaft mit anderen gleichgesinnten gläubigen Familien, die die Paare wachsen lassen. Erfahrungen wie „Zu sehen, wie ihr, die Referenten, mit Herausforderungen umgehen könnt durch Gottvertrauen und durch das Liebesbündnis“ oder „Durch die Freiheit, die ihr den Familien gebt, entsteht eine tolle Atmosphäre, ein Gefühl von ‚Ich darf einfach sein!‘“ bestärken das Team von UrlaubPlus auf Langeoog, diesen Weg für Ehepaare und Familien weiterzugehen.

FamilienurlaubPlus 2027

Der FamilienurlaubPlus 2027 unter dem Leitwort „Lieber Meer als weniger“ findet vom 22. bis 28. Juli 2027 auf Langeoog statt. Informationen dazu finden sich auf der Seite der deutschen Schönstatt-Familienbewegung unter www.familienbewegung.de/home.

Regionalkonferenz Bayern am 1. Aug. 2026 im Schönstattzentrum München

Manuela & Peter Miller, Sr. Anastasia Brand. Das Leitungsteam der Familienbewegung hat für 2026 nicht zu einer traditionellen Jahreskonferenz um den 18. Okt. nach Schönstatt, sondern zu 3 regionalen Konferenzen mit erweitertem Kreis eingeladen. Am 1. Aug. 2026 fand die zweite Konferenz der Region Bayern statt. Die erste war bereits im Frühjahr mit den Diözesen Rottenburg-Stuttgart und Freiburg und die dritte mit der Region Mitte – Ost – Nord folgt am 17. Okt. 2026 in Dietershausen.

Bayern war Vorreiter

Bayern war bereits im letzten Jahr die Pionier-Gruppe, die sich zu solch einer Regional-Konferenz in Kösching traf. Das Resümee war so gut ausgefallen, dass das Experiment ausgeweitet und ausschließlich regionale Treffen stattfinden sollten. Eine Erweiterung des Personenkreises war ein zusätzlicher Gewinn. So waren auch Familien eingeladen, die aktuell kein Amt oder eine konkrete Verantwortlichkeit in der Familienbewegung haben. Die Freude und Motivation daran, Schönstatt zu bauen, war derselbe verbindende Nenner der Gruppe.

Vier Diözesen waren mit bis zu vier Familien vertreten und so kam eine Gruppe von über 30 Personen zusammen. Manche hatten viel eingesetzt, um an diesem Treffen dabei zu sein. Zum Einstieg stellten sich die Paare mit einem Symbol aus deren Schönstatt-Geschichte vor.

Blick auf die Arbeit in den Diözesen: Wachstum - Chancen und Schwierigkeiten in der Familienarbeit

Dem Bericht aus den Diözesen fügten sich die Punkte an, wo es Wachstums-Chancen gibt und wo Schwierigkeiten Wachstum behindern. SundayTimes und Candle-light-Dinner sind Projekte, die sich inzwischen etabliert haben. Dance & Pray findet in München schon seit Jahren statt, in Kösching absolvierten einige Familien beim zweiten Familientrainer-Kurs dieses Jahr ihre Ausbildung, FamilienurlaubPLUS ist in Memhölz ein ansprechendes und gut nachgefragtes Angebot. Wachstumsrunden mit jungen Ehepaaren und Familien sind am Entstehen. Wachstum ist also deutlich sichtbar und spürbar, was auch die Teilnahme von jungen Ehepaaren bei der Konferenz abbildete.

Immer wieder wurden die zu hohen Kosten von Unterkunft, Verpflegung und Anreise erwähnt, weshalb statt Wochenenden eher Tagesveranstaltungen zustande kommen. Neben den Kosten spüren die Teilnehmer auch, dass deren Zeit und Kraft an Grenzen stößt.

Einig waren sich die Konferenz-Teilnehmer, dass die Hauptarbeit über Beziehungen pflegen geht.

Blick auf die Arbeit in der Zentrale: Schönstatt ist in Bewegung

„Jetzt möchten wir erzählen, dass wir als Zentrale auch was tun“, begann P. Ludwig Güthlein humorvoll die Erzählungen von dem, was in Schönstatt läuft und in Bewegung ist. Da ist das Heiligtum der Familien, das auf dem Berg Nazareth neu erbaut werden will, die Kündigung der Sakristei als wichtigen Schönstattort beim Urheiligtum und manche offenen Fragen.

Sr. Anastasia Brand berichtete von dem fruchtbaren Austausch mit der ungarischen Familienbewegung und deren „Lebensschul-Momenten“, Manuela & Peter Miller stellten strategische Formate vor: Ehevorbereitung, EheStartUp und Wachstumsrunden https://familienbewegung.de/junge-ehe-paare_01.html

In einem Impuls von P. Ludwig Güthlein ging der Blick auf die wachsende Bedeutung des Beitrags der Familie für Kirche und Gesellschaft und auch für Schönstatt. Umfragen und Studien zufolge ist Familie nach wie vor der „Top-Wert“. Zugleich wird zunehmend erlebt, dass Schönstatt, bisher von v.a.  Hauptamtlichen getragen, sich in ein Schönstatt der Familien verändert.

Die Gruppe ließ sich von einem Text von P. Josef Kentenich inspirieren, der als Gründungsurkunde des Hausheiligtums gilt und in dem er von der „Neugründung Schönstatts in den Häusern“ spricht.

Blick in die Zukunft: Ich glaube, dass wir wachsen können

Zur vertiefenden Arbeit hieß es noch einmal: „Ich glaube, dass wir wachsen können!“ und die Diözesen sichteten nach allem bisher gesagten Potentiale und Zukunftslinien für ihren Verantwortungsbereich.

Der Wunsch war da, einen nächsten Schritt zu benennen. So wird in der SchönstattApp die Gruppe „Regionalkonferenz Bayern“ erstellt, auf der Materialien und Informationen ausgetauscht werden können. „Besonders schön war, dass wir einander kennengelernt haben“ war das Resümee einer Familie. „Wir möchten uns mehr in der Familienbewegung einbringen.“, war ein Vorsatz einer jungen Familie.

Bei der hl. Messe wurde die Ernte des Tages zusammengetragen und Gottes Gegenwart gefeiert. Viele nutzten im Anschluss den Austausch und weitere Ideen wurden entwickelt.

In 8 Stunden wurde einiges geschafft und weitergedacht. Manches konnte nur angerissen werden und konnte nicht zur Zufriedenheit aller beschlossen werden. Doch war das einladende Leitungsteam der Familienbewegung froh und dankbar, dass 30 Personen ihre Kraft und Zeit eingebracht hatten und in der Region Bayern mitarbeiten. Die unterschiedlichen Generationen und Blickwinkel brachten Dynamik in die Gespräche. Ob es nächstes Jahr wieder eine Regional-Konferenz Bayern geben wird, das traditionelle Jahreskonferenz-Treffen in Schönstatt oder ein Online-Treffen der Teilnehmer blieb offen.

Mondscheindate auf Berg Sion: Ehepaare erleben einen Abend der Ruhe und der neuen Nähe

H&Cbre. Unter dem Himmel eines sommerlichen Augustabends trafen sich am 1. August Ehepaare auf dem Berg Sion in Vallendar-Schönstatt zum traditionellen Mondscheindate-Angebot der Schönstatt-Familienbewegung im Bistum Trier. Mit Liegen und Gartenstühlen ausgestattet erlebten sie zunächst einen eindrucksvollen Sonnenuntergang und später den Aufgang des noch nahezu vollen Mondes, begleitet von Impulsen für ihre Beziehung und Zeit für Gespräche.

Pünktlich um 20 Uhr begann der Abend mit einem außergewöhnlichen Naturschauspiel: Der Sonnenuntergang tauchte den Himmel im Westen in intensives Rot und schuf eine besondere Atmosphäre. Während die Paare das Schauspiel genossen, regten vier kurze Impulse zum Austausch an: zu zweit und in der Gruppe. Kleine Snacks und die Begegnung miteinander rundeten das Programm ab.

Erinnerungen, Dankbarkeit und gemeinsame Auszeiten

Die Impulse griffen Themen des Ehealltags auf. Erinnerungen an die eigene Hochzeit ließen manche Anekdote wieder lebendig werden und weckten zugleich das Gefühl von Leichtigkeit und Freude aus den Anfängen der gemeinsamen Zeit. Ebenso ging es um die Bedeutung kleiner Zeichen der Liebe, um Dankbarkeit als Hilfe gegen Stress und dunkle Gedanken sowie um bewusste gemeinsame Entspannungszeiten statt „Konsumaffären“.

So konnten die Paare den Alltag hinter sich lassen und sich neu füreinander und für ihr gemeinsames Leben öffnen. Dabei erinnerte ein Zitat von Papst Franziskus an das Ziel jeder Ehe: „Schließlich sind wir ja nicht verheiratet, um immer unglücklicher miteinander zu werden, sondern das tiefe Glück zu finden.“ Gedanken zum Thema „Glück“ begleiteten die Teilnehmenden auch auf einer Postkarte, die sie mit nach Hause nehmen konnten.

Ein Mondaufgang als Höhepunkt des Abends

Der Mond ließ zunächst auf sich warten. Gegen 22.15 Uhr stieg der schon wieder abnehmende Vollmond schließlich im Osten zwischen dem ehemaligen Anbetungshaus und dem Vaterhaus der Schönstattpatres in warmem Gelb über den Horizont. Immer wieder verschwand er hinter Wolken, bevor er sich erneut zeigte und langsam höher an den Himmel wanderte, zur Freude der wartenden Paare.

Beim Abschied blickten die Teilnehmenden im warmen Mondlicht auf das Lichtermeer von Koblenz und dem Neuwieder Becken. Ein Ehepaar fasste den Abend so zusammen: „Wir waren so müde vom Tag vor dem Aufbruch zum Mondscheindate und dachten, jetzt wäre es schön, ins Bett zu dürfen, statt zu einer Veranstaltung aufzubrechen. Aber jetzt sind wir sooo froh, dass wir gekommen sind, das war Tiefenerholung pur.“

5-Sterne-Pädagogik: Gute Bindung – gutes Leben | Neue Eltern-Coaching-Reihe verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit der Pädagogik von Pater Kentenich und Praxistipps

Judith & Andreas Gerner. Bei schönem Sommerwetter haben sich sieben Familien am Wochenende 11.- 12. Juli von der 5-Sterne-Pädagogik nach Pater Josef Kentenich im tollen Tagungsambiente der Liebfrauenhöhe inspirieren lassen. Dies war der Auftakt einer Eltern-Coaching-Reihe der Schönstatt-Familienbewegung in der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

5-Sterne-Pädagogik im Überblick

Das Ehepaar Judith und Andreas Gerner, das dieses Wochenende leitete, führte mit einem allgemeinen Überblick in die Pädagogik der 5-Sterne ein und betonte, dass ein wesentlicher Unterschied zu anderen Pädagogik-Konzepten die Rückbindung an Gott ist. Dabei wurden alle 5 Sterne gelüftet und deutlich, dass es an diesem Wochenende um „Bindungspädagogik“ gehen wird. „Alles aus Liebe, für Liebe, durch Liebe“: Haltung, Methode und Ziel, gleichsam als Fundament für die gesamte 5-Sterne-Reihe. Klar wurde auch, dass ein wichtiger Aspekt der Kentenich-Pädagogik auf den Erziehenden und deren eigener Entwicklung liegt.

Gute Bindung – gutes Leben: Was sagt die Wissenschaft?

Dr. Mirjam und Dr. Istvan Bechtold von der Akademie für Ehe und Familie gestalteten die weiteren Impulse des Tages. Sie beschäftigen sich seit vielen Jahren mit der Pädagogik Josef Kentenichs im Hinblick auf Erziehungsfragen in der heutigen Zeit. Verschiedene Bindungsforscher und wissenschaftliche Studien wurden im Impuls vertieft, jeweils verbunden mit Praxistipps. So zeigen die teilweise fast 100 Jahre alten Beobachtungen von Josef Kentenich noch heute eine faszinierende Aktualität.

Es gibt etwa Untersuchungen, nach denen sich ab dem 14. Lebensjahr die Hauptbezugspersonen eines Kindes von den Eltern auf Freunde wechseln. Demnach kann es hilfreich sein, „gute“ Freunde der Kinder zu unterstützen. Hier konnten Ehepaar Bechtold von ihren Erfahrungen als Eltern und Großeltern berichten. Daneben arbeiteten die beiden Mediziner heraus, welche Prozesse im Körper zu Bindung ablaufen. Begriffe, wie Oxytozin oder Serotonin und deren Wirkung wurden diskutiert. Ein Paargespräch und eine Plenumsrunde bildeten den Abschluss dieser Einheit.

Stärkung von Bindungen

Weiter ging es mit dem Konzept der Feinfühligkeit zur Stärkung von Bindung und guten Beziehungen. In einer Gruppenarbeit wurde das Gehörte an Praxisbeispielen diskutiert und vertieft. Dabei wurde deutlich, dass es zwar grundlegende Erziehungsprinzipien, aber keine „alleinig-richtige“ Lösung in Erziehungsfragen gibt. Dies deckt sich mit der Ehrfurcht vor der Persönlichkeit des Kindes bei Pater Kentenich. Ein Impuls zur Rückbindung an Gott und individuelle Familienzeit rundeten den Tag ab. Für die Kinder gab es während des Wochenendes eine abwechslungsreiche Kinderbetreuung, die viel Spaß machte.

Teilnehmerin Katrin Sieber-Schoch, selbst im Beruf Pädagogin, betont, dass sie und ihr Mann von dem Wochenende viel Bestätigung ihrer bisherigen Erziehung erhalten haben und gleichzeitig wertvolle Impulse mit in den Alltag nehmen. Sie wollen die weiteren vier 5-Sterne-Wochenenden unbedingt ebenfalls besuchen.

Bindung kindgerecht und ganz praktisch

Der Sonntagmorgen begann mit einem Impuls zu Bindung mit den Kindern. Anschließend war Familienkreativarbeit, mitgestaltet von Joana und Tobias Schick. Hierbei wurden Herzen als Symbol für Bindung kunstvoll gestaltet. Die Kinder und die Eltern waren begeistert am Schleifen, Malen und Verzieren. Nach einer abschließenden gruppendynamischen Bindungsübung ging es in den Abschlussgottesdienst.

Sr. M. Vernita Weiß, Familienschwester, sieht in der 5-Sterne-Pädagogik aus ihren vielfältigen Begegnungen mit Familien ein wertvolles Angebot für die heutige Zeit. Die Teilnehmerehepaare sprachen sich ebenfalls für ein Fortsetzen der Serie aus, sodass nun in 2027 und 2028 je zwei weitere 5-Sterne-Wochenenden angeboten werden.

Gott hat große Freude an uns! - Familiensonntag auf der Liebfrauenhöhe

Xenia Jehle. Am Sonntag, den 12. Juli, nahmen 18 junge Familien beim Familiensonntag auf der Liebfrauenhöhe bei Rottenburg teil. Ehepaar Schick referierte und gab Zeugnis davon, wie Ehe gelingen kann. Ein gelungener Tag zum Auftanken bei Gott, mit leckerem Essen, Zeit nur zu zweit und toller Kinderbetreuung.

„Mein dreijähriger Sohn hat seinen Koffer gepackt. Er ging wohl davon aus, dass wir länger hier bleiben.“, dies erzählte eine junge Mutter, die mit ihrer Familie regelmäßig zum Familiensonntag kommt und mittlerweile oft auf der Liebfrauenhöhe anzutreffen ist. Der Familiensonntag hat sich zu einem Angebot etabliert, bei welchem man Schönstatt-Luft schnuppern kann, ohne sich gleich für ein Wochenende zu verpflichten. So waren auch beim vergangenen Sonntag einige neue junge Familien beim Familiensonntag mit dabei und gingen gestärkt nach Hause.

Mit gutem Beispiel vorangehen

Der Familiensonntag startete wie immer um 11 Uhr mit der Heiligen Messe in der Krönungskirche. Pfarrer Dieter Zimmer stellte ganz nach dem Evangelium die Frage, weshalb Jesus denn oft in Gleichnissen sprechen würde. Und er erklärte, dass direkte Worte meist nicht wirklich ankommen würden. Was zählt sei, mit gutem Beispiel voran zu gehen. Er erzählte von einer Mutter, die Sorge um ihr Kind hatte, weil es große Angst vor der Erstbeichte habe. Pfarrer Zimmer ermutigte die Mutter zuerst selbst zur Beichte zu gehen, damit das Kind an ihr sieht, wie erleichternd eine Beichte ist. Dem Rat ist die Mutter gefolgt und es hat funktioniert.

Zum Abschluss der Messe gab es mittlerweile traditionell den Familiensegen. Die Familien wurden persönlich vom Priester für die kommende Woche oder in einem ganz konkreten Anliegen gesegnet.

Gott hat große Freude an uns!

Nach einem leckeren Mittagessen ging es am Nachmittag mit der Ehe-Zeit weiter. Ehepaar Joana und Tobias Schick hielten den Input zum Thema „fest verbunden – Liebe die trägt“. Anhand eines Palstek-Knotens (einer der wichtigsten Knoten in der Seefahrt), den jedes Ehepaar selbst ausprobieren durfte, veranschaulichte das Ehepaar Schick Eigenschaften einer Ehe. Die Analogien zur Seefahrt wurden mit persönlichen Beispielen ergänzt. Und wenn es dann doch mal zum Sturm komme, könne man den Wind nicht ändern, aber die Segel könne man anders setzen (vgl. Aristoteles). So hält der Knoten, egal an welchem Ende man zieht zusammen.

Exklusiv-Zeit zu zweit

Die Ehepaare hatten nach dem Input Exklusiv-Zeit zu zweit. Bei einem Spaziergang, einem Abstecher im Heiligtum oder bei einer Tasse Kaffee blieb genug Zeit, um als Ehepaar ins Gespräch zu kommen.

Parallel zur gesamten Ehe-Zeit konnten die vielen Kinder draußen rumtoben, Fußball spielen oder in den kühleren Räumen der Hitze entfliehen und in Ruhe spielen und malen.

Wir kommen wieder!

Bevor es dann nach Hause ging, bestand noch das Angebot zu Kaffee und Kuchen. Während die Kinder wuselten, haben sich die Teilnehmer rege ausgetauscht und neue Kontakte geknüpft. Der Tag verging wie im Flug und so verabschiedeten sich nach und nach die Familien. „Danke! Wir kommen auf jeden Fall wieder!“, war der O-Ton von Ehepaaren, die das erste mal beim Familiensonntag mit dabei waren.

Der nächste Familiensonntag findet am 11. Oktober 2026 auf der Liebfrauenhöhe statt. Herzlich willkommen!

Revival-Wochenende: Gemeinsam glauben, lieben und tanzen

Anja Haag. Unter dem Motto „An deiner Seite – Glauben, Lieben, Tanzen!“ trafen sich sieben Ehepaare in vertrauter Runde vom 3. bis 5. Juli zum Revival-Wochenende auf der Liebfrauenhöhe (Rottenburg-Stuttgart). Es war ein Wochenende voller Begegnungen, Impulse, Gemeinschaft und Freude.

Zum Auftakt stand die Wiedersehensfreude im Mittelpunkt. Anschließend regte ein Impuls zum Nachdenken über die eigene Lebenssituation an: „In welchen Schuhen gehe ich gerade?“ Tragen wir Wanderschuhe, weil unser Alltag mit seinen Höhen und Tiefen herausfordert, oder sind es vielleicht schon Flip-Flops, weil wir uns im Urlaubsmodus befinden? Symbolisch wurden danach die Alltagsschuhe gegen Tanzschuhe getauscht – ein gelungener Einstieg in das Thema des Wochenendes.

Professionelle Tanzrunde

Ein Höhepunkt war die professionelle Tanzstunde unter der Leitung von Vivien Stolz, bei der nicht nur neue Rumba-Schritte erlernt wurden. Die Impulse von Schwester M. Vernita Weiss sowie das persönliche Lebenszeugnis von Anja und Heinz Haag zeigten eindrucksvoll, wie sich die Haltung des Tanzens auf den Ehealltag übertragen lässt.

Führen und sich führen lassen

Tanzen bedeutet, aufeinander zu achten, einander zu führen und sich führen zu lassen, Vertrauen zu schenken und gemeinsam im Rhythmus zu bleiben. So können Ehepaare einander auf Augenhöhe begegnen. Ebenso wichtig ist es, einander zu vergeben, nach Fehltritten immer wieder neu anzufangen und Jesus als Dritten im Bunde wahrzunehmen – als den, nach dessen Melodie wir gemeinsam unser Leben gestalten.

Tänze führen zur inneren Mitte

Auch der sakrale Tanz fand seinen besonderen Platz im Ehepaar-Gottesdienst. Mit den Tänzen wurde Gott gelobt und gepriesen, zugleich führten sie zur inneren Mitte und zu Jesus Christus. Pater Thomas Fluhr gestaltete den Gottesdienst mit einer ansprechenden und inspirierenden Predigt.

Herzliche Atmosphäre

Natürlich kam auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Das Wochenende war geprägt von einer entspannten und herzlichen Atmosphäre. Bei der Musik-Vorstellungsrunde erzählten die Paare von dem Lied, das sie verbindet, wie sie sich kennengelernt haben und an ihren ersten gemeinsamen Tanz erinnert. In der lauen Sommernacht klang der Abend bei vielen persönlichen Geschichten an der Candy-Bar stimmungsvoll aus.

Wie so oft verging die gemeinsame Zeit viel zu schnell. Einig waren sich alle: Dieses besondere Wochenende soll im nächsten Jahr seine Fortsetzung finden. Der Termin darf schon jetzt vorgemerkt werden: 11. bis 13. Juni 2027.

Bei der "Ora-et-labora"-Woche ist Anpacken gefragt

Regina und Richard Schmucker. Bei "Ora et Labora" vom 3. bis 7. August heißt es: Gemeinsam anpacken, beten, lachen, gestalten und wachsen. Ins Haus der Familie auf dem Berg Nazareth in Schönstatt, Vallendar, sind Familien, Paare und Einzelpersonen eingeladen, um etwas zu schaffen, das bleibt: Sichtbare Spuren am und im Haus und tragende Erinnerungen im Herzen.

Wer an dieser Woche teilnimmt, merkt schnell: Hier geht es nicht um „Arbeit“ im üblichen Sinn. Es geht um das gemeinsame Tun, das Miteinander und das Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein.

Hausarbeiten und Gartenpflege auf dem Familienberg als Programm

Ob beim Gestalten von Spazierwegen, beim Streichen, Reparieren, beim Herrichten von Waldwegen oder beim Verschönern des Hauses: Jede Aufgabe trägt dazu bei, dass der Familienberg ein Ort bleibt, an dem Menschen sich wohlfühlen und Kraft schöpfen können. Auch kleine Hausarbeiten, Gartenpflege oder das Herrichten des Spielplatzes sind Teil des Programms.

„Ora et labora“: Gebet und Arbeit wechseln sich ab

Zwischen den Arbeitseinheiten gibt es Raum für Gebet, Stille und die Möglichkeit, bei Impulsen persönlich aufzutanken, in Gemeinschaft Gottesdienst zu feiern und den Wechsel von „beten und arbeiten“ für diese Zeit als prägenden Rhythmus zu erfahren. Wer möchte, kann die Nachmittage für Familienausflüge in die nähere Umgebung nutzen, ins Freibad gehen, Schönstatt-Orte besuchen oder einfach auf Berg Nazareth ausspannen. Lagerfeuer, Begegnung, Spiel und Spaß am Abend in großer Runde prägen die Tage zusätzlich.

Teilnehmende der vergangenen Jahre berichten, dass sie nach dieser Woche nicht nur müde, sondern erfüllt nach Hause fuhren – mit neuen Kinder-Freundschaften, aufbauenden Gedanken und dem Gefühl, etwas Sinnvolles getan zu haben, im Gepäck.

Teilnahme und Anmeldung

Die Teilnahme ist bewusst familienfreundlich gestaltet: Wer ganztags mitarbeitet, nimmt kostenlos teil. Halbtägliche Mitarbeit bedeutet halber Preis. Für Kinder fallen in dieser Woche keine Teilnahmegebühren an. Die Woche ist für alle zugänglich – und das gemeinsame Engagement trägt die Gemeinschaft. Die „Ora-et-labora" Woche ist eine Einladung an jeden, der Schönstatt mitgestalten und gleichzeitig selbst beschenkt werden möchte.

Anmeldung per E-Mail möglich

Interessierte Familien, Paare oder Einzelpersonen melden sich bitte – auch spontan – bei Familie Maria und Ulrich Wolff unter: mail@wolff-m-u.de.

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Europäische Schönstattfamilien tauschen sich in Ungarn über Ehe- und Familienpastoral aus

Jaroslava Danielová. Familien aus verschiedenen europäischen Ländern kamen im Juni 2026 zum Europaforum der Schönstattfamilien im ungarischen Schönstatt-Zentrum in Óbudavár zusammen. Im Mittelpunkt standen Begegnung, der Austausch über die Arbeit mit Familien sowie die Vorbereitung des geplanten Familienkongresses 2028 in Pozuelo bei Madrid. Gleichzeitig erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die Entwicklung der Schönstattbewegung in Ungarn.

Ein Ort, der von Familien getragen wird

Der kleine Ort unweit des Plattensees überraschte viele Gäste. Rund um das Heiligtum prägen Lavendel, Blumen und der „Mariengarten“ das Zentrum. Ehepaar Soós und Schwester Gertrud Maria Erhard stellten die Geschichte der Schönstatt-Bewegung in Ungarn vor. Sie begann vor über 40 Jahren und wächst seither „von Haus zu Haus, von Familie zu Familie, von Herz zu Herz“. Seit der Inbetriebnahme des Zentrums im Jahr 2008 entstehen dort kontinuierlich neue Gebäude.

Das Schönstatt-Heiligtum bildet den Mittelpunkt des Zentrums. Die geistlichen Mittelpunktsorte im Zuhause der Familien, wo diese Gottes Nähe im Alltag bewusst erleben, die „Hausheiligtümer“, werden als Ausgangspunkt der Neuevangelisierung verstanden. Fehlt in einer Pfarrei ein Priester, versammeln sich Pfarrgruppen oder Familien im Hausheiligtum einer Schönstattfamilie.

Ehe und Familie als gelebter Glaube

Mehrere Familien berichteten von ihren Erfahrungen. Eine Familie schilderte, wie befreiend es gewesen sei, die Gottesmutter in das eigene Zuhause einzuladen. Der „Krug“, der in Schönstatt für das Sammeln von Beiträgen zum sogenannten Gnadenkapital steht, habe ihnen Zuversicht geschenkt. Besonders nach dem Tod ihres Sohnes Viktor habe das Netzwerk der Hausheiligtümer sie getragen.

Aus dem Internationalen Eucharistischen Kongress vor fünf Jahren entstand in Ungarn der Eucharistische Eheweg. Er verbindet das Sakrament der Ehe mit der Eucharistie und versteht den Weg der Ehepaare als Weg der Liebe, der Hingabe und des Opfers.

Lebendige Initiativen für Familien

Zum Programm gehörte auch das gemeinsame Lesen und Besprechen von Texten aus dem in Ungarn zusammengestellten Kentenich-Lesebuch für Familien. Darüber hinaus wurden bei einer Führung durch das Zentrum wichtige Schwerpunkte der ungarischen Schönstatt-Bewegung wie das Heiligtum der „Ineinandergeschriebenen Herzen“, der „Mariengarten“ und der in Ungarn entstandene Eheweg vorgestellt, der inzwischen weltweit Verbreitung gefunden hat.

Vorgestellt wurden außerdem vielfältige Angebote für Familien: z.B. die „Wochenenden zum Hausheiligtum“, bei denen Themen wie Partnerschaft, Sakrament der Ehe, Sexualität, Kindererziehung und die Sendung der Familie behandelt werden. Oder regelmäßig angebotene Familienwochenenden zum Eheweg sowie monatliche Gottesdienste für Familien mit kleinen Kindern. Viele Eltern erlebten dort Kirche als einen Ort, an dem sie willkommen sind.

Das Zentrum in Óbudavár sei inzwischen so lebendig, dass die vorhandenen Kapazitäten kaum noch ausreichten und weitere Häuser gebaut würden.

Blick auf den Familienkongress 2028

Schließlich ging es beim Europaforum noch um die Vorbereitungen für den Europäischen Familienkongress der Schönstatt-Familienbewegungen, der vom 28. April bis 1. Mai 2028 in Pozuelo bei Madrid stattfinden wird. Die Delegierten tauschten sich über die erwartete Teilnehmerzahl, die Bedürfnisse der Familien sowie über Inhalte und Methoden der für dort geplanten gemeinsamen Arbeit aus.

Den Abschluss des Europaforums bildete ein internationales Begegnungsprogramm, bei dem jede Familie ein typisches Gericht ihres Landes mitbrachte. Sketche, Gesang und persönliche Begegnungen prägten die gemeinsame Zeit. Nach einer Heiligen Messe am Sonntag reisten die Teilnehmenden gestärkt und mit neuer Entschlossenheit in ihre Heimatländer zurück. Dankbar blickten sie auf die Gastfreundschaft der ungarischen Schönstattfamilie und die gemeinsamen Tage in Óbudavár zurück.

13 Familien machen sich in Dietershausen fit für die Stürme des Alltags

Eva Schönherr. Zu ihrem traditionellen Familiencamp trafen sich 13 Familien mit insgesamt 40 Kindern im Alter von sechs Monaten bis 15 Jahren vom 4. bis 7. Juni. Das Treffen der Schönstatt-Familienbewegung stand unter dem Jahresmotto "Dem Wind trauen – im Sturm glauben" und fand im Schönstatt-Zentrum Dietershausen im Bistum Fulda statt.

Auf der Marienhöhe in Dietershausen gingen die Männer, Frauen und Kinder als "Matrosen" an Bord des Glaubensschiffes. Während draußen neben dem Kapellchen die Fahne wehte, entzündete jede Familie in der Kapelle fast schon traditionell ihre Familienkerze.

Eine besondere Überraschung war das "Hüpf-Schiff", das sich besonders bei den Kindern großer Beliebtheit erfreute. Das Programm bot vielseitige Aktivitäten für Kinder, Jugendliche und die gesamte Crew. Dazu gehörten Ausflüge zum jüdischen Friedhof, ein Nachmittag auf dem höchsten Berg Hessens - der Wasserkuppe - und ein Fußball-Match zwischen Erwachsenen und Kindern.

Impuls-Spaziergang für Ehepaare

Zudem gab es inspirierende Angebote für die anwesenden Ehepaare: Bei einem Impuls-Spaziergang und einem kreativen Vortrag war Teamarbeit gefragt. Unter anderem mussten die Paare innerhalb von 20 Minuten ein sicheres Flugobjekt für ein echtes Ei konstruieren.

Ein Lobpreisabend im Schönstatt-Kapellchen, das 1956/57 als 26. Heiligtum der Schönstatt-Bewegung erbaut und am 24. März 1957 vom Fuldaer Bischof Adolf Bolte eingeweiht wurde und ein "Bunter Abend", bei dem jede Familie einen originellen "Matrosen-Beitrag" eingebracht hat, rundeten die dreieinhalb Tage ab.

Der gemeinsame Weg-Gottesdienst zum Waldheiligtum am Sonntag stärkte alle Familien für kommende laue Winde oder raue Stürme des Alltags.

Europäischer Erfahrungsaustausch zum Thema „Schönstatt bauen“ - Von den Erfahrungen der ungarischen Familienbewegung lernen

Manuela & Peter Miller. Nicht nur die sommerlichen Temperaturen sorgten beim Treffen der Familienzentrale und der Leitung der Akademie für Familienpädagogik Memhölz für eine intensive Atmosphäre. Vor allem das Feuer für Schönstatt, das das ungarische Ehepaar Bibor und Tomás Dabóczi mitbrachte, war ansteckend, erfrischend und unmittelbar auf die Praxis ausgerichtet.

Vom 26. bis 28. Juni 2026 war ein ganzes Wochenende dem Austausch gewidmet. Ziel war es, von den Erfahrungen der jungen Schönstatt-Bewegung in Ungarn zu lernen und Impulse für die Familienbewegung in Deutschland zu gewinnen.

Wegen der außergewöhnlichen Hitze wurde der Tagungsraum kurzerhand in den kühleren Keller der Marienau verlegt. Die hohen Temperaturen hatten jedoch auch Auswirkungen auf die Anreise: Eine Vertreterin der Akademie für Ehe & Familie Mainz konnte aufgrund ausgefallener Zugverbindungen leider nicht teilnehmen. Zeitweise bereicherte auch P. Felix Geyer den Austausch.

Große Fragen – große Offenheit

Schon zu Beginn zeigte sich, wie viele Fragen den Teilnehmern am Herzen lagen: Wie gelingt Referentenschulung? Wie kann das Schönstatt-Charisma weitergegeben werden? Wie wächst die Freude an Pater Kentenich? Und letztlich: Was fördert das Wachstum der Schönstatt-Familienbewegung?

Anhand anschaulicher Präsentationen berichteten Bibor und Tomás Dabóczi vom Aufbau der ungarischen Bewegung. Jährlich finden dort 17 Familientagungen mit durchschnittlich zehn Familien statt. Getragen werden diese ausschließlich von Ehepaaren, die die Tagungen vorbereiten und durchführen. Die geistliche Inspiration und Führung der Bewegung liegt bei Schwester Gertrud-Maria Erhard, die jedoch nicht an den Familientagungen mitwirkt. Die Verantwortung liegt bei den Familien selbst.

Kentenich verstehen – und im Alltag leben

Besonderes Interesse der ungarischen Arbeit ist die Ausbildung der Ehepaare in der „Kleinen Kentenich-Uni“ und in Referentenschulungen. Dabei werden nicht nur Texte Pater Kentenichs studiert. Entscheidend ist vielmehr deren Umsetzung im Alltag. Konkrete Übungen helfen den Ehepaaren, das Gelernte gemeinsam einzuüben und zur Lebenspraxis werden zu lassen. So wird die Ausbildung zu einer echten Lebensschule.

Im ersten Ausbildungsjahr lernen die Teilnehmer die Person Pater Kentenichs sowie die Wurzeln Schönstatts kennen. Ziel ist es, sich in seine Denkweise einzuarbeiten, um auch auf heutige Fragestellungen im Geist seines Charismas Antworten finden zu können.

Die zahlreichen Sommertagungen werden gemeinsam von den Referententeams inhaltlich vorbereitet. Ausgehend von der jeweiligen Jahresströmung sammeln sie Werte und Themen, die für die aktuelle Zeit besonders bedeutsam sind. Daraus entstehen die Vorträge für die Familientagungen. Nach den Tagungen erhalten alle Teilnehmerfamilien die schriftlichen Unterlagen, damit sie die Inhalte im Laufe des Jahres weiter vertiefen können.

Der Vortrag des Ehepaars Dabóczi war eher in Gesprächsform, da die Teilnehmer zahlreiche Fragen stellten – ein Zeichen des großen Interesses an den positiven Erfahrungen aus Ungarn.

Spurensuche und Zukunftsperspektiven

Am Abend begab sich die Gruppe auf Spurensuche ins Bundesheim, wo in den Anfangsjahren große Familientagungen stattfanden. Anschließend lud der Garten der Marienau mit seinen schattigen Bäumen und dem Bachlauf zu Gesprächen und persönlichem Austausch ein.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen offener Fragen und der gemeinsamen Überlegung, welche Impulse sich auf die Situation in Deutschland übertragen lassen. Besonders die Referentenschulung stieß auf großes Interesse.

Mit der Feier der Heiligen Messe im Heiligtum der Familien fand das intensive und fruchtbare Wochenende seinen Abschluss.

Neue Freude an Schönstatt

Beim Rückblick wurde deutlich, wie viel Freude und neue Motivation für Schönstatt aus diesen Tagen erwachsen waren. Das Ehepaar Dabóczi beeindruckte durch seine klare und zugleich wertschätzende Art. Vieles wirkte unkompliziert, menschlich und praxisnah – ohne ideologische Überhöhung. Ein Satz blieb vielen besonders in Erinnerung: „Sie sehen, dass etwas gebraucht wird – und dann machen sie es.“ Ebenso wurde deutlich, wie wertvoll bewusst reservierte Zeiten für gemeinsame Strategieentwicklung sind.

Ein herzlicher Dank gilt Arno Hernadi, der für den Ausgleich des finanziellen Aufwands der ungarischen Familie gesorgt hat.

„Josef kapieren und nicht kopieren“ – Familienpilgerfahrt nach Cambrai

Zu den Pilgerfahrten der besonderen Art gehört für viele Schönstätter eine Nordfrankreich-Reise nach Cambrai, Verdun und Merveille auf den Spuren von Josef Engling. Dieser junge Mann, der zur Anfangsgeneration Schönstatts gehört, hat durch sein herausragend christliches Leben einen wesentlichen Beitrag zum Werden der jungen Schönstatt-Bewegung eingebracht. Er wurde, wie viele andere junge Männer 1914 in den Krieg eingezogen und ist im Alter von 20 Jahren am 5. Oktober 1918 in der Nähe von Cambrai gefallen. In der Nähe der Todesstelle steht heute eine Schönstattkapelle mit Haus. Sechs Familien aus der Schönstatt-Familienbewegung der Diözese Rottenburg/Stuttgart machten in der Pfingstwoche eine Reise an diese Orte. Michael Hilser erzählt von dieser Erfahrung.

Pilgerfahrt nach Cambrai von Schönstattfamilien aus der Diözese Rottenburg/Stuttgart

Michael Hilser. Nach Cambrai? Mit Familien? Wie wird das nur gehen? Meine letzte Cambrai-Fahrt mit der Mannesjugend liegt genau 30 Jahre zurück. Der Josef – weit zurück im Gedächtnis. Für diese aktuelle Fahrt war klar: entweder mit Kindern oder gar nicht mitfahren. Aber wie begeistert man die Kinder für eine Fahrt nach Nordfrankreich? Wir haben es geschafft und freuten uns auf das, was auf uns zukommen würde. Fünf Ehepaare, Schwester M. Vernita Weiß, Pater Thomas Fluhr ISch und wir – fast mit vollständiger Familie – fuhren mit Privat-Pkw vom jeweiligen Startpunkt am Dienstag nach Pfingsten in Richtung Frankreich.

Heute ist Krieg in Europa

Erster Treffpunkt: Verdun. Die Versuche auf der Fahrt, die Geschichte des Ersten Weltkrieges den Kindern beizubringen, scheiterten. Angekommen am Beinhaus: Hier muss man nichts erklären. Die vielen Hunderte von Gräbern und Kreuzen. Das Beinhaus. Der Dokumentationsfilm. Bei der Fahrt vor 30 Jahren war Krieg für die Teilnehmer der Cambrai-Fahrten weit, weit weg. Thema der Vergangenheit. Marienbruder Paul Hannappel brachte uns damals auf seine Art den Unsinn des Krieges näher. Heute ist das anders: Krieg mitten in Europa. Die Menschen haben nichts gelernt. Gut vorbereitet von Diana und Roland Mailänder erfuhren wir auf der Fahrt viel Historisches, Daten und Fakten.

Auf der Weiterfahrt: Fragen von den Kindern zum Krieg, zur Geschichte, zu Josef Engling. Beim Zwischenstopp in Reims haben wir die Kathedrale Notre Dame besichtigt und viel Neues erfahren. Wir haben versucht die Schönheit des Gebäudes zu erfassen. Abends sind wir dann angekommen im Haus der Diözese Cambrai und wurden dort hotelmäßig untergebracht in schöner Lage und für die nächsten Tage gut umsorgt.

Den Ort wiederentdecken

Josef Engling suchten wir dann am zweiten Tag auf. Ankunft am Heiligtum. Sr. M. Resia Käppeler und Sr. M. Luisa Werner begrüßten uns herzlich und sorgten für uns. Dort erst mal den Ort wiederentdeckt. Zumindest, für diejenigen, die nicht zum ersten Mal in Cambrai waren. Einige erzählten Geschichten von früher. Das Haus St. Hubert ist als Sommerhaus vermietet und abgeriegelt. Dafür steht das Haus der Schwestern für Besucher offen und natürlich das Kapellchen. Wir erfuhren dann bei einem Vortrag von Sr. M. Vernita vieles über Josef Engling. „Josef kapieren und nicht kopieren“. Dieser Satz zog sich durch die gemeinsamen Tage. Zeit für sich oder als Paar schlossen sich an. Nach einem Gottesdienst luden wir die französischen Gäste zum abendlichen Grillen ein und schlossen den erfüllten Tag in der Unterkunft ab.

Am nächsten Tag feierten wir die Heilige Messe auf dem Friedhof in Eswars und gingen dort den „Todesweg“ von Josef Engling. Spätestens jetzt war der Josef wieder präsent. Verabschiedet vom Josef haben wir uns am Feuerbecken mit dem Verbrennen des Engling-Briefes. Nachmittags hieß uns Bischof Dollmann – ein Freund von Josef Engling – an seinem Bischofssitz in Cambrai herzlich willkommen. Da er aus dem Elsass stammt und früher Weihbischof in Straßburg war, konnten wir uns mit ihm auf Deutsch verständigen und die Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten der Kirchen von Frankreich und Deutschland erfahren bzw. diskutieren.

Andacht an der Lys

Am nächsten Tag ging es auf in Richtung Calais, wo wir die Tage von Freitag bis Sonntag verbrachten. Zwischenstation war die Vimyhöhe, Ort an dem kanadische Soldaten im ersten Weltkrieg ihr Leben ließen und entscheidend zum Verlauf des Krieges beitrugen.

An dem Ort an der Lys, an dem Josef sein „Lebensangebot“ an die Gottesmutter (MTA) gegeben hat, hielten wir eine Andacht und stärkten uns mit einem Picknick für die Weiterfahrt in Richtung Ärmelkanal. Dort angekommen feierten wir Heilige Messe an der weißen Nase mit Blick auf das Meer. Erste Berührungen mit dem Meer und ein köstliches Abendessen rundeten den Tag ab.

Cambrai mit Familie? Geht gut!

Das Programm am Samstag hieß: „zur freien Verfügung“. Doch als Gruppe schon so zusammengewachsen genossen wir gemeinsam eine ca. 1-stündige Führung im Rathausturm von Calais, feierten abends den Gottesdienst zusammen im Park und rundeten die Tage mit einem weiteren gemeinsamen Essen ab. Selbstverständlich hinterließen wir auch unsere Fußabdrücke im Sandstrand bei Calais und ließen uns von den Wellen im Wasser treiben.

Allerspätestens jetzt war klar: Cambrai mit Familie: das geht sehr gut.

Danke an dieser Stelle an Diana und Roland Mailänder, welche diese Fahrt perfekt vorbereitet haben.

Und der Josef: der ging die letzten 30 Jahre oft unbewusst mit. Hoffentlich auch in Zukunft. Ich freue mich schon auf die nächste Cambraifahrt.

 

Weltmeisterliches WIR – Familienmagazin stellt Weichen für die Zukunft

Tobias Hofmann. Das Redaktionsteam des Schönstatt-Familienmagazins WIR hat sich auf der Liebfrauenhöhe zur jährlichen Redaktionskonferenz getroffen. Neben der Themenplanung für kommende Ausgaben standen dabei auch Fragen zur Zukunft der Zeitschrift, zu personellen Ressourcen und zu veränderten Rahmenbedingungen im Mittelpunkt. Das Wochenende war geprägt von intensivem Austausch, gemeinsamen Suchprozessen und dem Blick auf die Herausforderungen der kommenden Jahre.

Leben teilen und Perspektiven zusammenführen

Bereits die Ankommensrunde erwies sich als wichtiger Einstieg in die Begegnung. Fragen wie „Wo stehe ich?“, „Wo stehen WIR?“ und „Was würde mir fehlen, wenn es die WIR nicht (mehr) gäbe?“ eröffneten einen persönlichen Austausch.

In einer Atmosphäre von Vertrauen und Wertschätzung teilten die Teilnehmenden ihre Erfahrungen und Sichtweisen. Unterschiedliche, teils auch herausfordernde oder schmerzliche Perspektiven wurden dabei nicht als Hindernis, sondern als Bereicherung erlebt. Durch Offenheit und achtsames Zuhören entstand ein Miteinander, in dem Gedanken zur Zukunftsfähigkeit der Zeitschrift wachsen und neue Ideen Gestalt annehmen konnten.

Mit dem Ohr am Herzen Gottes

Unter dem Leitgedanken „Mit dem Ohr am Herzen Gottes und der Hand am Pulsschlag der Zeit“ begab sich die Redaktion auf die Suche nach Themen für die kommenden Ausgaben. Im Sinne Pater Kentenichs ging es darum, die Entwicklungen der Gegenwart aufmerksam wahrzunehmen und nach der Stimme Gottes in dieser Zeit zu fragen. Im Mittelpunkt standen dabei Fragen nach dem Familienleben heute: Was bedeutet Familie in der aktuellen gesellschaftlichen Situation? Wie können Paare und Familien gestärkt werden? Welche Themen prägen die Zeit, und welche Antworten kann die Zeitschrift darauf geben?

Herausforderungen offen benennen

Wie bereits im vergangenen Jahr beschränkte sich das Treffen nicht auf die Themenplanung. Ebenso intensiv wurde über die Zukunft des Magazins beraten. Dabei kamen auch größere Herausforderungen zur Sprache. Diskutiert wurden die Auswirkungen des demographischen Wandels, veränderte Lesegewohnheiten sowie die Frage, wie neue Mitarbeitende gewonnen werden können. Ebenso ging es um die vorhandenen personellen Kapazitäten und darum, welche Aufgaben künftig realistisch leistbar sind.

Den eingeschlagenen Weg weitergehen

Am Ende des intensiven Wochenendes stand die Entscheidung, den bisherigen Weg fortzusetzen. Zugleich wurden Veränderungen bei Zuständigkeiten und Aufgabenbereichen vereinbart. Künftig wird die Zeitschrift WIR dreimal jährlich erscheinen – im gewohnten Umfang und mit dem bisherigen Qualitätsanspruch. Gestärkt durch das gemeinsame Ringen und das intensive Miteinander machten sich die Teilnehmenden am Sonntagnachmittag auf den Heimweg. Für die Redaktion stand dabei bereits fest: Unabhängig vom 7:1-Sieg der deutschen Nationalmannschaft am späten Sonntagabend war dieses Wochenende ein Erfolg. Oder, wie es im Rückblick heißt: „Mit diesem Wochenende hatten WIR schon gewonnen. WIR – einfach weltmeisterlich.“

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„Der Kern der Ehe ist das WIR“ – Pfingsttreffen für junge Ehepaare in Schönstatt

Tommy Birringer. Vom 23. bis 25. Mai trafen sich in der Marienau in Schönstatt zehn junge Ehepaare mit acht Kindern zum MehrRaum-Pfingsttreffen für Ehepaare in den ersten Jahren nach der Hochzeit. Das Wochenende verband intensive inhaltliche Impulse mit einer besonders gestalteten pfingstlichen Liturgie, viel Zeit für Begegnung sowie gemeinsame Stunden im Garten der Marienau.

Im Mittelpunkt des Treffens stand der sogenannte „Pfingstsaalmoment“ und die Frage Jesu: „Warum habt ihr solche Angst?“ Das Vorbereitungsteam, begleitet von Sr. M. Anastasia Brand und Pater Stefan Strecker ISch, griff damit bewusst die Unsicherheiten der heutigen Zeit auf. Ziel war es, den Teilnehmenden Raum zu geben, sich mit persönlichen Ängsten auseinanderzusetzen und gestärkt in den Alltag zurückzukehren.

Raum für die Fragen des Alltags

Wie sehr das Thema die Paare bewegte, zeigte sich auch im Rückblick eines Teilnehmerehepaares. „Die Frage nach den eigenen Ängsten im Leben ist immer prägender Bestandteil unseres Alltags. Hierfür bei diesem Treffen den Raum zu haben, um sich bewusst damit auseinander zu setzen hat uns weitergebracht“, heißt es im Feedback. Besonders hervorgehoben wurden dabei die verschiedenen Elemente des Wochenendes, die den thematischen roten Faden immer wieder aufgriffen.

So verbanden sich Videoimpulse, Gottesdienste und die atmosphärisch gestaltete Pfingstvigil zu einem gemeinsamen Ganzen. Als persönliches Highlight bezeichnete das Ehepaar den „sehr lebensnahen und authentischen Impulsvortrag von Regina und Mathias Hagmann“. Weiter heißt es: „Ein großer Dank an das komplette MehrRaum Orga-Team!“

Gemeinschaft erleben und auftanken

Neben den inhaltlichen Impulsen prägten auch viele gemeinsame Momente die Atmosphäre des Treffens. Der Garten der Marienau bot Raum zum Verweilen und für persönliche Gespräche. Beim Grillabend am Pfingstsonntag oder auch am Pfingstfeuer kamen die Teilnehmenden miteinander ins Gespräch und konnten Gemeinschaft erleben.

Das Treffen wollte bewusst nicht nur geistliche Impulse vermitteln, sondern ebenso einen geschützten Raum schaffen, in dem junge Ehepaare ihren Alltag, ihre Fragen und ihre Beziehung miteinander teilen konnten. Dabei stand immer wieder der Gedanke im Mittelpunkt: „Der Kern der Ehe ist das WIR — mit Gott in der Mitte.“

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Quelle: www.schoenstatt.de